CuxPaperArt21

„Die Stadt Cuxhaven, vertreten durch den Oberbürgermeister veranstaltet im Jahr 2021 erstmalig eine Ausstellung mit der Verleihung eines Publikumspreises, mit Papier als künstlerischem Medium. Die Ausstellung findet in der Zeit vom 6. Juni bis 29. August 2021 im Schloss Ritzebüttel statt. Zum Titel „Paper for future“ konnten Künstlerinnen und Künstler aus ganz Deutschland maximal drei künstlerische Arbeiten aus dem Werkstoff Papier einreichen.

 

Ziel der Ausstellung ist es Papierkunstwerke zu zeigen, welche die Betrachter*innen dazu bringen, die Wertigkeit von Papier neu zu entdecken. Gleichzeitig sollen neue Erkenntnisse der Papierkunst für die Zukunft und die Nachhaltigkeit von Papier sichtbar gemacht werden. Klimawandel und Naturschutz schließen auch den Umgang mit Papier ein. Upcycling, Recycling und Nachhaltigkeit werden in der Papierkunst sichtbar und sollen ein Zeichen für die Zukunft setzen.

 

Die Vernissage findet am Sonntag, 6. Juni 2021, 13.30 Uhr und die Finissage mit der Verleihung eines Publikumspreises am Sonntag, 29. August 2021, 13.30 Uhr statt. 

258 Künstler/innen hatten sich beworben, ich werde leider nicht dabei sein, aber hier mein Bewerbung: 

Titel: the future of paper is paper is papyrus (40x60), paper-bag (40x60), inside-out (40x40); Mixed media 

Clorona-Art

... eine tolle Idee von drei Künstlern, auf deren Website ich hier gerne hinweise. Clorona-Art, dein Blättchen vom Feinsten. Ungewöhnliche Seien bringen ungewöhnliche Projekte hervor. Fast 200 Künstler/innen haben teilgenommen. Das Format eines gängigen Blättchen Toilettenpapier (in Deutschland 13 x 9cm) sollte gestaltet werden; alles was Papier und Format hergeben, war erlaubt. Es hat Spaß gemacht, in dieser Zeit daran teilzunehmen:

Toilettenpapier, Klopapier, Popapier, Clorona-Art
Abwesenheit

... ein altes Thema - das Wasser und der Horizont

Abschied

Auf einmal bist du nicht mehr da und keiner kann's verstehen, im Herzen bist du uns ganz nah ...

Sterben ist wie geboren werden, nur anderes herum. Was dazwischen lag, war wunderbar. Gewidmet der seuten Deern und der Suse.

Primärfarben, blau, rot gelb
Abschied, Mixed Media, 40x60, 2020
Seute Deern, Abwracken, Verschwinden, Verlust, Bremerhaven
Das langsame Verschwinden der "Seuten Deern", Mixed Media, 70x70, 2020

Mädchen/ Schwester, wo bist Du/ wo gehst Du hin?

Den Horizont überwinden

o.T., Acryl/ Collage auf Leinwand, 60 x 80, 2010
o.T., Acryl/ Collage auf Leinwand, 60 x 80, 2010

Den Horizont überwinden

... ist ein Thema, das mich seit einiger Zeit beschäftigt. Dabei geht es mir nicht nur um den sprichwörtlichen Horizont, dieser quasi linearen Grenze zwischen Himmel und Erde. Ich wünsche mir keinen Sturm, der dafür sorgt, dass das Auge den Halt verliert - das sicher nicht. Auf See empfinde ich den Horizont sogar als wohltuend, etwas Sicherheit gebendes.

 

In der Kunst dagegen ist diese Linie zwischen dem Oben und Unten aber störend, ich nehme sie als Begrenzung wahr. Hier schränkt mich der Horizont ein und hier wünsche ich mir die Überwindung, das Auflösen, den Bruch - auch hinsichtlich der Materialien, Strukturen, Farbkompositionen sowie der Konventionen, mit und in denen ich arbeite, wenn ich mich mit dem Thema See/ Meer auseinandersetze.

Es ist die Suche nach einer Ausdrucksform, die auch im Auge des Betrachtenden das Bild weiter entwickelt und einer Stimmung Raum gibt . 

 

Um dieses zu erreichen, setze ich neben der Malerei deshalb häufig die Collage, aber auch zunehmend den Holz- und Linolschnitt ein. Beiden wohnt das Fragmentarische inne. Eine Auflösung/ Überwindung  der Begrenzung scheint mir damit eher realisierbar als in der Malerei.

Holzschnitt 50 x 60, 2019
Holzschnitt 50 x 60, 2019